Der Herr Ministerpräsident & die [Im-]Migration. Ein Vorschlag.

Heftig kritisiert wird er, der Herr Ministerpräsident Seehofer. Die Debatte um die Äußerung mit Deutschland, das kein Zuzugsland wäre, möchte ich nicht weiter tiefgehend wiederholen. Meine Position ist dabei gegenteilig, wie in einem früheren Post geschrieben, empfinde ich ein offenes Miteinander der Kulturen und Nationen für absolut unerlässlich und als etwas Wunderbares. Ich <3 Multikulti!

Was ich allerdings nachvollziehen kann, sind seine Äußerungen zur „planlosen“ Zuwanderung. Ein Land, das schlichtweg jede Person ungeprüft zu sich lässt und sich dadurch zu mehr und mehr finanziellen Ausgaben verpflichtet, würde bald schlichtweg überlaufen und durch „Zuzugs-Opportunisten“, mit Verlaub etwas krass ausgedrückt, überlaufen. Zur Klarstellung: bei diesen „Opportunisten“ sind keine Flüchtlinge und anderweitig verfolgte Menschen inkludiert!! Es ist jedoch fern jeder Realität zu behaupten, dass jeder wirklich x-beliebige Zuwanderer ein Gewinn für das Land wäre.

An dieser Stelle sei bemerkt, dass er mir mit den weiteren Äußerungen aber ebenfalls zu weit geht.

Eine meiner Lieblingsmitbewohnerinnen ist sozial sehr engagiert und unterstützt Familien im deutschen Asyl bei der Integration, unter Anderem beim Erlernen der Sprache [ohne Geld, in ihrer privaten Zeit -> das verdient an dieser Stelle gedanklichen Applaus!]. Ihre praktische Erfahrung aus der Realität, die echter nicht sein könnte, ist, dass ‚ihre‘ Familie aus Akademikern besteht, die durch das Asyl rechtlich natürlich nicht arbeiten dürfen. Also genau die Fachkräfte, die uns fehlen & die wir wirtschaftlich gesehen importieren sollen.

Moment. Das rein holen, was wir unter Umständen schon lange ‚besitzen‘?

Abseits von der Diskussion um die Anerkennung von ausländischen Studien- und Berufsabschlüssen: warum wird nicht erst geprüft, welches Potential schon lange in Deutschland ist und bis dato nicht genutzt wird? Bevor die Immigration wild angekurbelt wird, kann man doch die bereits anwesenden Menschen mit ihrem Potential und der bereits gestarteten & zum Großteil weit weit weit fortgeschrittenen Integration sozusagen von den rechtlichen Ketten ‚freisetzen‘? Abgesehen vom menschlichen Aspekt [Sicherheit für die Familie & die Lebensumstände; mehr schiere Möglichkeit, überhaupt etwas für das Land beitragen zu dürfen/können], rein rechnerisch geht man damit bei den Staatsausgaben weg von laufenden Zuwendungen [Stichwort: konsumtive Ausgaben] und hin zur Einkommenssteuer. Salopp gesagt: Weniger Minus, gleichzeitig mehr Plus.

Klingt das jetzt so übel?

Liebes Deutschland, mach‘ doch mal Inventur [passend zum Jahresende ;) was für ein Timing…] und erkenne das Potential, das du immer noch nicht nutzt und setze es endlich frei! Das könnte den ach-so-tot-gesagten MultiKulti zum Rocken bringen, würde bestimmt eine tolle Party werden :)

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