Filmkritik: Red Riding Hood

Anfänglich wusste ich nicht, was man von Red Riding Hood erwarten sollte. Die erste Verbindung, die man durch das Filmcover herstellt, ist natürlich mit Rotkäppchen. Von etwaigen Büchern oder weiteren Kritiken hatte ich zum Zeitpunkt des Anschauens aber keinerlei Information über den Film vorliegen, geschweige denn einer deutschen Übersetzung, und habe mich daher überraschen lassen.

Fazit vornweg: Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Relativ abstrakt ist die Konzeption doch und prinzipiell halte ich wenig davon, klassische Geschichten wie Märchen vollkommen anders zu interpretieren; bzw. habe ich bisher keine wirklich wertvolle Neu-Interpretation gesehen. Man möge mich gern vom Gegenteil überzeugen :) Würde ich Sterne vergeben, wären es 2,7 von 5.

Inhalt: Man beginnt in einer relativ altertümlichen Zeit, die sich nicht sofort exakt oder besonders präzise einordnen lässt. Hübsches junges blondes Mädel ist in Typ A verliebt, wobei die beiden ihre Beziehung nicht offiziell definiert haben. Von der Familie des Mädels wird jedoch ein anderer Ehepartner gewünscht und entsprechend arrangiert. Typ B mag das blonde Mädel zwar, macht sich aber insofern nicht unbeliebt, als dass er sie nur heiraten möchte, wenn sie denn auch mag.

Die 3er Szene spielt in einem Dorf, umgeben von viel Wald [btw, Kindheitserinnerungen :D Schon mal 7 km durch den Wald und nichts als Wald gefahren, um das auf einer Lichtung liegende Dorf zu erreichen?]. In besagtem Wald haust ein Werwolf, der jeden Monat sozusagen durch einen Pakt ein tierisches Opfer bekommt, dafür die Menschen in Ruhe lässt. Bei einem Blutmond [ein Zeitpunkt, an dem der Biss eines Werwolfs Menschen nicht tötet, sondern wandelt] hätte er aber dann doch gern einen Menschen, den er sich aber selbst holt. Jetzt begibt es sich aber, dass das liebe Wölfchen nicht nur einen Menschen reisst, sondern das Ganze unerwarteterweise zu einer Mordserie ausartet, so dass nach erfolgloser Jagd dann doch Hilfe von außerhalb gesucht wird. Der werte Herr Werwolf-Jäger klärt die leicht panischen und paranoiden Anwohner auf, dass ein Werwolf tagsüber seine menschliche Form hat und damit einer aus dem Dorf ist.

Ha.

Nur, wer?

Man muss positiv anmerken, dass man wirklich nicht sofort weiß, wer denn nun der Wolf ist; ich persönlich lag bei meiner Vermutung gar grottenfalsch :) somit ist eine gewisse Neugier auf die Lösung bis fast zum Ende erhalten und die visuelle Umsetzung mit dem Werwolf ist auch gut gelungen. Das könnte daher kommen, dass hinter Red Riding Hood die Macher von Twilight stehen, die ja wohl Wölfe mittlerweile ausreichend gut umsetzen können sollten ;) An einigen Stellen bedient man sich ziemlich ungeniert beim Original-Märchen, dann wieder kommen vollkommen neue Elemente hinzu, die damit gar nichts zu tun haben. Die Mischung ist durchaus interessant, aber haut einen jetzt nicht wirklich vom Hocker.

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