Uni: Dress Code?

Leben auf dem Campus ist toll, das Studentenleben ist frei und die Sorgen so leicht wie die nächste Wolke, die sich gerade auflöst. Die Sommersonne scheint und in der aktuellen Sommerhitze möchte man das Leben genießen, man möchte sich den warm auf der Haut kitzelnden Sonnenstrahlen aussetzen, die laue Brise fühlen und immer schön frisch bleiben.

Läuft.

Was ich nicht verstehe, sind die Leute, die eigentlich gleich einen Bikini mit einem Netzshirt anziehen könnten und damit blickdichter angezogen wären, als sie es momentan sind. Glaubt ihr mir nicht? Schaut euch mal um, das wird sich wahrscheinlich nicht auf eine einzige Uni beschränken.

Weder bin ich besonders prüde, wie sich Kritiker nun denken mögen, noch besonders konservativ oder langweilig. Höchstens GElangweilt, weil 70% der Leute es tatsächlich schaffen, gleich auszuschauen, während ihr Ziel hingegen „high fashion“ ist. Dumm gelaufen. Das auch nur nebenbei.

Jetzt schaut ihr allerdings teilweise einfach billig aus. Kurze Hosen sind klasse, Freiheit für die Beine! Eure Backen [alternativ: Bauchnabel] möcht‘ ich aber deswegen fei net sehen. Ganz ernsthaft, egal wie knackig oder eben nicht! Meistens leider eher nicht. Dafür tendieren die Knackigen dazu, auch noch hautenge Hösla zu tragen, weil ‚kurz‘ allein es offensichtlich einfach nicht bringt.

<Humor>

Hey Vorschlag: tauscht „hot pants“ gegen normale Panties, dann kann man euch wenigstens auf die Unterwäsche Noten geben und die Listen öffentlich aushängen. Reicht euch das als Aufmerksamkeit oder genügt ihr euch mit den peinlichen Pfiffen, die euch in der Mensa begleiten?

</Humor>

Würde ich natürlich niemals machen ;)

Definiert ihr euch über euch als Gesamtpaket [Charakter inklusive] oder rein als Anhäufung verschiedener Zellen, die eine optisch ansprechende Form ergeben? In anderen Worten: kurze Hosen können noch den halben Oberschenkel bedecken, ohne dem Attribut „sexy“ den Weg zu versperren. Wenn ihr später in die Arbeit geht, taucht ihr doch auch nicht im Bikini auf. Hoffe ich. Es geht bei der Auswahl des Outfits nicht darum, wie man eure Reize möglichst frontal den Mitmenschen serviert, beziehungsweise nahezu aufzwingt, sondern maximal dezent unterstreicht.

Natürlich bin ich ein Fan von Individualität und Freiheit, aber wenn Letzteres zur Freiheit von jeglichem Anstand führt, hört meine Zustimmung auf. Ja, es ist eine Sache von Respekt und Anstand, wenn man nicht halb nackt in die Uni geht! Euer Aufzug taugt für Schwimmbäder, Urlaub oder Strand, aber ganz sicher nicht für’s Unigelände. Ein zu freizügiges Outfit stellt meiner Meinung nach einfach eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber den Personen dar, die im Kurs vor euch stehen. Der Campus als Ort des Lernens und Arbeitens, geprägt von akademischer Tradition ist kein Ort, um den Dozenten und Kommilitonen tiefgehende Einblicke zu gewähren, um die keiner gebeten hat.

Darüber hinaus erfordert ein gepflegter Umgang miteinander Rücksicht und Zurückhaltung. Während ihr euch also in euren knappen Outfits wohl fühlen mögt, verursacht ihr Irritation/ Unwohlsein bei Anderen. Wiegt das nicht schwerer als die Aufmerksamkeit und teilweise Bestätigung, die ihr euch so verschafft? Es soll ja keine kurze Hose gegen den Habit einer Nonne getauscht werden, aber der ein oder andere Zentimeter mehr Stoff täte einigen Personen immens gut stehen!

Was denkt ihr?

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2 Kommentare

  1. Ja, das Problem gibt es an allen deutschen Hochschulen. Wobei sich auch meine männlichen Geschlechtsgenossen nicht immer positiv hervortun: kurze Hosen und Flip-Flops sollten Kerle über 25 nur im Urlaub oder am Strand tragen.

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  2. Vielen Dank für den Besuch! Auf die männliche Seite habe ich bisher nicht so stark geachtet, ich war bisher geblendet von den (Un-)Möglichkeiten der weiblichen Beteiligten. Beim aktuell herbstlich anmutenden Wetter konnten sich meine Augen allerdings ganz gut erholen, dafür gibt es einen neuen Trend: colour blocking. Ob der so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln :)

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