Der Hundeknochen & die Integrität

Vorab: So ihr lieben DIY-Google Sucher. Streicht euch den morgigen Sonntag im Kalender an und kommt morgen wieder hier vorbei ;) es ist endlich wieder das Wochenende der Wochenenden im Oktober in Hochfranken: Herbstkerwa in Konradsreuth, was gleichbedeutend ist mit dem jährlichen Werksverkauf der Rohleder. Eine gute Möglichkeit für Nahkampf proben, sozusagen.

Für alle externen Leser: Hochfranken ist das ehemalige Nordostoberfranken, anders gesagt: Hof in Bayern ganz oben. Beziehungsweise natürlich noch Wunsiedel, damit wir Hochfranken in all seiner Korrektheit benennen. Nicht, dass damit alle administrativen Grenzen abgesteckt werden, ich verweise auf eine Pressetext-Suche per Google den Begriff „Hundeknochen“ betreffend.

Im Übrigen:

Extrem witzig finde ich an dieser Stelle, dass der Herr Fraktionschef Thomas Hacker aus Bayreuth (FDP) tönt, die KÄMPFER gegen den Hundeknochen wären an der Mehrheit der oberfränkischen CSU gescheitert. Bei der Abstimmung allerdings hat der Herr sich enthalten. Nicht, dass ein „Kämpfer“ schlichtweg dagegen hätte stimmen müssen. Oder so. Scheitern kann halt nur, wer kämpft, aber dafür müsste man aus dem Sessel aufstehen.

Warum werden Politiker eigentlich gewählt, wenn diese sich bei hitzig diskutierten Entscheidungen enthalten, also gerade ihre Meinung nicht zur Umsetzung bringen und ihren Einfluss nicht geltend machen? Also die Arbeit tun, für die sie ihr Geld erhalten. Hauptsache nicht nach „oben“ aufbegehren, aber sich in der Öffentlichkeit als ‚Kämpfer‘ profilieren. Man könnte ja zum Außenseiter in der Partei werden, sozusagen das Kind sein, das bei der Auswahl der Teams im Sportunterricht als letztes und ziemlich widerstrebend gewählt wird. Die Lösung: nur nicht für die eigene Meinung eintreten, denn sonst wird es unbequem für einen. Da ging wohl wirklich ein gerüttelt Maß an Integrität verloren, wirklich enttäuschend.

Nicht, dass man etwas gegen eine Reform machen hätte können. Wer weniger Bevölkerung aufweist, muss nunmal einen Abgeordneten abgeben, das ist rechtlich eben so geregelt. Unglücklich für uns, aber so ist es nun mal. Aber wie der ganze Vorgang ablief, wie die Politiker einer nach dem anderem nur flaches Gerede von sich gegeben haben… Miserabel. Die Diskussion hinterher übrigens, ob der neue Stimmkreis nun Kulmbach/ Wunsiedel oder Wunsiedel/ Kulmbach heißt, ist ja wohl auch nur inhaltsfreies Gewäsch.

Und jetzt? Müssen sich zwei Wahlkreise miteinander arrangieren, die vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse haben, anderweitig nicht wirklich zusammen gehören und entsprechend eigene Vertreter bräuchten. Kann ja aber nur einer werden, logisch, nü. Wie hier Rivalität und das Gefühl „vergessen“ zu werden oder das Gefühl, mit den eigenen Belangen allein gelassen zu werden, vermieden werden soll, wird mit Spannung erwartet.

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