Buchrezension: Simon Beckett, Verwesung

Ich gehöre denn doch manchmal zu den eher ungeduldigen Menschen, so dass ich nicht erst auf die Veröffentlichung des vierten Bandes von Simon Beckett als deutsches Taschenbuch warten wollte. Der Preis für das gebundene Buch erschien mir auch reichlich absurd, so dass ich via Amazon dann doch zur englischen Originalausgabe, ebenfalls in Form eines Taschenbuchs gegriffen habe.

Autor Simon Beckett [www.simonbeckett.com]

Titel/ Jahr/ Verlag The Calling of the Grave/ 2011/ Bantam Press

Preis/ ISBN 8,99 € (gebraucht)/ 9780593063460

Das Fazit: für Durchhaltewillige ein gelungenes Werk.

Anfänglich wird man leicht gelangweilt, es wird lediglich ein weiterer Fall von David Hunter behandelt, der mehr oder weniger ins Leere führt. Dann der Möchte-gern große Coup in seinem Privatleben: Frau & Kind sterben. Meiner Meinung nach kommt die Tragik des Geschehens nicht deutlich genug heraus, als wäre es eher eine Nebensache und nicht einer der prägendsten Momente eines normalen menschlichen Lebens. Im Laufe der Geschichte tritt auch gleich eine neue Dame auf den Plan und man fragt sich Mitte des Buches echt, wohin diese Geschichte einen denn mitnehmen möchte.

Womit geklärt wäre, warum es durchhaltewillige Leser braucht für dieses Buch. Erst ab der zweiten Hälfte deutet sich überhaupt an, dass an der bisher als gegeben betrachteten Geschichte etwas nicht stimmen könnte und ab diesem Punkt kommt endlich Bewegung in die träge Buchstabenmasse, ab hier wird das Buch wirklich gut! Die eben erwähnte Frau spielt im Endeffekt eine ganz andere Rolle, ein Unschuldiger stirbt, die Schuld des offensichtlich Anderen bleibt zu Teilen offen oder vielleicht doch nicht? ;) Das Ende ist jedenfalls einigermaßen überraschend und man sitzt endlich da und möchte die restlichen Seiten verschlingen.

Was der werte Herr Beckett bei aller Kritik allerdings gut gemacht hat, ist das, was nicht im Buch steht: Die Unterschiede zu den vorherigen Werken. Die Beschreibung von wissenschaftlichen Aspekten ist enthalten, aber in einem geringerem Ausmaß und längst nicht mehr so auffällig als ‚Markenzeichen‘ wie in den vorherigen Texten. Die weibliche Hauptrolle fällt nicht wieder in die gleiche Schiene, wie die Rollen zuvor es taten, es gibt keine psychotischen Folterszenen und David Hunter selbst hat am Ende nicht mehr als drei gebrochene Rippen. Bei dem Ende seien ihm diese auch gerne vergönnt.

In diesem Sinne,

viel Vergnügen beim Lesen!

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