Der Abschied dämmert bereits.

Mit Harry Potter fing der ganze Schlamassel mit diesem ungewissen „Erwachsen werden“ im Sinne von bye bye college Mitte des letzten Jahres ja erst mal an. Der erste „Stuferer“, wie man hier so schön sagt.* Aber gut, danach erst mal auf die letzten Klausuren konzentriert, der ganze andere Rest war noch ganz fürchterlich weit weg!

Dann kam der Januar 2012 und mit ihm das Jahr des endgültigen Abschieds von der Uni. Natürlich nicht nur das Jahr, sondern gleich in der ersten Jahreshälfte. An dieser Stelle: Braucht einer der geneigten Leser einen anpassungsfähigen VWLer? :) Aber erst mal weiter im Text: Sich also doch mal mit der neuen Realität auseinander setzen, man sollte sich zumindest mal ausgiebig beschnuppern und die Möglichkeiten des Marktes austesten. Lief soweit in einem guten Rahmen. Dann kam gestern. „Gestern“ beschreibt an dieser Stelle den Umstand, dass ich eine sehr gute Freundin in ein Praktikum nach Kambodscha verabschieden musste/ konnte. Es war übrigens der Sternplatz, auf dem sich unsere Wege in dieser Stadt  für immer trennten, welch eine Symbolik.

Wenn sie wieder in dieses Land und diese unsere gemeinsame Stadt kommt, bin ich möglicherweise in eine völlig andere Ecke des Landes gezogen und habe im besten Fall bereits 2 Monate Arbeit hinter mir. Aber diese andere Realität mit Arbeit, weg vom Campus und den Kommilitonen – das war irgendwie noch nicht so recht angekommen. Deutlich absehbar ja, aber nicht so nah. Mit der Verabschiedung ist sie nun gerade auf meiner Türmatte aufgeschlagen und bittet recht freundlich um Einlass. Mache ich diese Tür aber auf, kommt Unsicherheit hinein. Davor zaudert der Mensch in der Regel ganz gern. Aber da man mit dieser Einstellung leider nichts gewinnen kann, machen wir doch einfach mal gleich einen ganz anderen Schritt: WG Zimmer kündigen. Da ich aus diversen Gründen nicht heim ins elterliche Nest ziehen kann, ist somit der Druck in 2 Monaten eine Stelle samt Wohnung zu finden, sagen wir mal, „absolut“ geworden? Ja, das trifft es womöglich ganz gut. Auf der Straße lebt es sich trotz Möbeln einfach nicht so gut.

Die Optimistin versucht sich in guter Laune, nänänänänä-alles-ist-sonnig-Verdrängung als auch Kleinigkeiten wie neuen und wesentlich professionelleren Bewerbungsbildern.

Die Pessimistin sucht sich eine nette Ecke unter einer Brücke.

Die Zynikerin erfreut sich an der Symbolik des sozialen Abstiegs von einer Master-Studentin auf eine Hartz 4 Kandidatin.

Die optimistische Zynikerin überlegt, ob RTL an einer Reality TV Serie mit dem working title „Die Hartz WG“ interessiert wäre.

Was bin ich nur froh über meine persönliche Vielfältigkeit – man hat einfach immer Optionen! ;)

… und ihr so?

*Also sozusagen ein Schubbser in die neue Richtung.

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