Die Geschichte eines Umzugs, Teil 2 in 4 Akten

Ihr kennt ja hoffentlich noch das kleine Tamtam aus Teil 1, ja? :) Gut.

Des Dramas fünfter Akt

Am nächsten Morgen also super früh aus dem Bettchen gekippt, aufgehübscht (damit kleine Kinder auf der Straße nicht schreiend wegrennen) und sämtliche Beweise vernichtet / eingepackt. Schließlich sollte niemand merken, dass jemand (also ich) bereits mehrfach in der Wohnung übernachtet hat. Um halb 8 bis um 9 also in die Stadt gestreunt, ein Café für Frühstück samt Zeitung zu finden. Erfolgreich erledigt, zurück getappst und dem Vermieter so wenig Info wie möglich gegeben, abgesehen davon, dass ich selbstverständlich natürlich und sowieso so lange wie möglich hier wohnen möchte, was denn wohl auch sonst ;) Der Termin lief glatt, der werte Herr Vermieter mag mich und die Verträge werden aufgesetzt. Strike! Das war Donnerstag. In der Wohnung war ich seit Dienstag. Am Abend werden die nächsten 3 Kartons ausgepackt und die Sachen verstaut. Die Sachen des Vormieters aus der Küche „schmeiße“ ich raus, immerhin will ich endlich mal wenigstens kulinarisch zurück in die Normalität.

Des Dramas sechster Akt

Mittlerweile ist Freitag und mein werter Herr Vormieter mit längeren Haaren als ich erscheint am frühen Nachmittag, auf dass wir seine Möbel auseinander bauen und er einen Teil der packbaren Habseligkeiten mitnimmt. Jaha! Also wieder überschüssigen Kram abgebaut, effizient wie zwei Ökonomen das nun mal machen. Als ich ihm „beichte“, eine seiner Tassen für etwas Tee stibitzt zu haben antwortet er ganz galant „meine Tasse ist deine Tasse“. Was sogar einigermaßen realistisch ist, immerhin lebe ich einigermaßen in seiner natürlichen Habitat. Nett war es trotzdem ;) Der Abtransport der alten Waschmaschine wurde mit Hilfe des gegenüber wohnenden IT-Menschens bewerkstelligt. Im Nachhinein denke ich mir, dass dieser Mensch zerbrechlicher war als ich.

Des Dramas siebter Akt

Samstag werden meine Habseligkeiten in all ihrer Schönheit geliefert, mit der Schönheit kommt allerdings auch eine gewisse Menge an physischem Umfang. Lasst es mich so sagen: einen Meter geradeaus zu laufen, ohne gegen etwas zu stoßen, war leider nicht mehr möglich. Dafür bin ich nun examinierte Hindernisläuferin! Meine eigene Lampe aufzuhängen, erwies sich auch als Sportart für sich selbst. Da die Decken aus dünnen labbrigen Gipsplättchen bestehen, hält da nicht ein (Schraub-)Haken… So hängt meine Lampe jetzt im Moment noch auf Kopfhöhe, doch eine Idee zur Lösung der Situation kam mir bereits beim morgendlichen Kaffee, für den ich mir das Wasser in einer Pfanne erhitzt habe, da mein Wasserkocher noch in einem Karton im Keller der alten WG befindet. „Mutti“ sagt: „Deppert kannst sein, nur zu helfen musst dir wissen!“. Recht hat sie! Dank eines Ex‘ einer der besten Freundinnen überhaupt findet spätabends auch noch meine Waschmaschine ihren Weg zu mir an ihren nun neu angestammten Platz.

Des Dramas achter Akt

Mittlerweile ist Sonntag Morgen und mein Vormieter kommt endlich mitsamt des Vaters vorbei, um die Möbel zu entfernen. Ihr habt keine Idee, wie genial ich das finde! Kartons wurden soweit möglich von mir ausgepackt, ich kann bisweilen den ein oder anderen Meter ungestört laufen. Dennoch freue ich mich, wenn ich 5m² mehr zur Verfügung habe und bis zu drei Meter laufen kann! :) Mir fällt leider auf, dass ich beim Transport der Waschmaschine den Wäscheständer vergessen habe. Yay. Das wird heute noch Inhalt eines netten Spaziergangs ;) Letztendlich wird ordentlich geschrubbt und geputzt und auch die restliche Wohnung eeeendlich in meinen vollständigen unmittelbaren Besitz gebracht, har har har! Hisst meine Flagge! Mit frischen Waffeln werden Körper und Seele ausgiebig belohnt.

… was einen nicht umbringt… ;) Willkommen in meiner Welt!

Habt ihr auch lustige/ nervenaufreibende /… Geschichten von euren Umzügen parat?

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