Montags-Mimimi

Heute mal mit einer neuen unterliegenden Gefühlsnote. Ignoriert das kindische Video, macht die Augen zu und hört die Musik.

Vor 6 Monaten habe ich an der Uni meine Abschlussarbeit abgegeben und war damit automatisch exmatrikuliert. Es sollte noch ganze 3 Monate dauern, bis ich meine Note erfahren sollte und ein paar weitere Tage, bis ich endlich ein Zeugnis vorweisen konnte. Beworben habe ich mich selbstverständlich trotzdem bereits im März für alle Stellen, die mir als geeignet in die Hände fielen. Was dabei herum kam, konntet ihr beispielsweise im Montags-Mimimi der letzten Woche lesen, sowie der Vorfall, dass mir eine Stelle fest zugesagt wurde & dann hinterrücks anders besetzt.

Vorgänge wie diese machen es bisweilen recht schwer, den Kopf über’m Wasser zu halten. Ehrlich gesagt haben mich diese letzten 6 Monate fertig gemacht wie nie eine Phase in meinem Leben zuvor. Normalerweise halte ich „Gefühlsduseleien“ vom meinem Blog & dem Internet allgemein fern, aber ebenso ehrlich gesagt wie zuvor habe ich mich noch nie so oft nachts in den Schlaf geheult. Sämtliche Schlosshunde schauen derzeit neidisch an mir empor. Es ist einfach das Gefühl, für nicht gut genug befunden zu werden, kein Ziel zum darauf hinarbeiten zu haben, ge-/enttäuscht zu werden, Teil einer Randgruppe der Gesellschaft zu sein, der man niemals beitreten wollte, auch von Freunden nicht mehr verstanden zu werden und sein Leben einfach nicht auf die Reihe zu bekommen, während alle anderen mit dem gleichem Abschluss in der Tasche es hinbekommen.

Also geht es nach dem Frühstückskaffee auf gen das bekannte Gebäude des Arbeitsamtes. Und alle so: „yeah!“. Auf in die Sklaverei.

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6 Kommentare

  1. Es ist einfach beschissen, was soll man dazu anderes sagen…

    Die meisten, die ich kenne und die schnell ihre erste Stelle gefunden haben, haben diese über Beziehungen bekommen, hauptsächlich über Prof-Kontakte. Ohne ist es verdammt schwer, ich kann ja ein Lied davon singen.

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  2. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich sehr nett behandelt wurde. Als ich das letzte Mal, etwa vor einem halben Jahr, reingeschnuppert hab, wurde ich richtig schroff abgehandelt. Diesmal war jeder, vom Herrn am Empfang zur ersten ‚bearbeitenden‘ Dame, bis zu dem Herrn, der meine Leistung abwickelt, äußerst nett und menschlich. War heute morgen bereits wieder zur Antragsabgabe da. Nur vom (Arbeits-)Vermittler habe ich bisher nichts gehört. Aber nächste Woche gibts das nächste Vorstellungsgespräch, vielleicht brauch ich den werten Herrn gar nicht ;)

    Allerdings sehe ich auch, wie stark Beziehungen reinspielen. Alle vor mir mit dem gleichen Abschluss sind, bis auf eine, über Beziehungen unter gekommen. Über ein gleichartiges Netzwerk verfüge ich einfach nicht.

    Wie geht’s dir denn gerade bei deiner neuen Stelle? :) Schon Pläne für das neue Netto-Gehalt (wenn ich so öffentlich fragen darf)? :D

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    • Mit „beschissen“ meinte ich auch eher die Gesamtsituation ;-). Auf dem Amt selbst habe ich tatsächlich auch eher positive Erfahrungen gemacht. Gut, bis auf die Tatsache, dass man mir nicht weiterhelfen konnte *hust*. Bis auf eine einzelne Aushilfsdame war man jedoch freundlich und bemüht.

      Das Geld bleibt erstmal schön auf dem Konto, auf das nächstes Jahr ein Wochenendtrip möglich werde! Vielleicht London oder Rom, das hätte ich mir sonst absolut nicht leisten können. Zu sehr will ich mich noch gar nicht auf das neue Gehalt einstellen – sooooo hoch ist es nun auch nicht und außerdem ist mein Vertrag für den Posten vorerst befristet. Auch wenn keine Probleme in Sicht sind, will ich mich bloß nicht zu früh freuen… Diese Woche lief es übrigens ganz gut, hab zwar ein paar Fehler gemacht, aber daraus lernt man ja ;-). Trotzdem ist die höhere Lohnstufe immer noch das Reizvollste an dem Job, naja. Es ist ok.

      Ich wünsch‘ dir viel Erfolg beim Gespräch! Tschakka! ;-)

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  3. Ein Wochenendtrip, wohin denn? ;) Na schau, fühlt sich doch jetzt super an, doch dabei geblieben zu sein und was Neues gelernt zu haben :)
    War heute bei meinem Arbeitsvermittler. Er scheint mir recht vernünftig zu sein und lässt mir im Groben noch eine Weile selbst die Wahl, worauf ich mich bewerben möchte, so lange ich nur genug Bewerbungen im Monat zusammen bekomme. Damit kann ich ziemlich gut arbeiten.

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  4. Das ist jetzt zwar leicht gesagt, aber lass dich nicht unterkriegen! Ich weiß zwar nicht, in welcher Branche du arbeiten möchtest, aber ich habe das Gefühl, dass generell Flaute herrscht. Ich kenne auch Leute, die nach dem Studium nicht untergekommen sind, bzw. bei denen es länger gedauert hat. Aber fast alle haben irgendwann etwas gefunden. Meine Mama sagt immer „Wer weiß, für was es gut ist“ und da muss ich ihr Recht geben. Manchmal sieht alles scheiße aus, aber zum Schluss fügt sich doch alles und du bekommst einen Job, der dir gefällt. Dann wirst du dir denken „Zum Glück habe ich damals nicht da oder da angefangen“. Ich drück dir die Daumen, dass sich bald eine Tür auftut!

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  5. Huhu! Danke für deine lieben Worte! Ich versuch mir schon immer zu denken, dass ich auf die Weise sicherlich das ein oder andere Nützliche für die Zukunft gelernt habe und es schon seinen Grund haben wird, warum keiner der Jobs vorher gepasst hat. Irgendwie geht es schon weiter. Die Hoffnung ist hartnäckiger als jedes Problem und schwimmt auch noch besser ;)

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