Dunkel gestylte Weihnachtszeit

… a.k.a. DIY Weihnachten, pt. II

Unter meinen Freunden befinden sich einige hochgeschätzte Persönlichkeiten, die sich dem gothic Lifestyle verschrieben haben. Eine der diesen Persönlichkeiten angehörigen Damen offenbarte mir neulich ganz nebenher, allerdings mit unbewusst super traurigem Unterton, dass sie noch nie einen Adventskalender bekommen hat.

Noch nie einen Adventskalender bekommen.

Die Dame ist 20-something.

In meiner Welt bedeutete diese Aussage absolutes Drama mit herzzerreissend quietschenden Geigen, durch Tränen verwaschenes Makeup in Clownsgesichtern und allerhand tragischem Gedankenmaterial. So alt und ‚erwachsen‘ wir auch sein mögen – das Kind in mir ist nach wie vor präsent und ausgiebig im Dialog mit meinem ‚erwachsenen‘ Part ;) Noch nie einen Adventskalender? In meiner Welt funktioniert das einfach nicht. Aber mal sowas von überhaupt und gar-nie-nicht!

Challenge accepted!

Es ging also daran, einen Adventskalender zu erstellen, der einerseits schwarz angehaucht ist, trotzdem durch meine unegalen Hände herstellbar und auch bewusst etwas kindlich geformt ist – es gilt schließlich, über 20 Jahre aufzuholen. Zumindest mit der Gutmachung des Unrechts zu beginnen. Erst war angedacht, gemäß meiner eigenen Kindheitserfahrung ein Rechteck aus Jute zu nehmen und Filzfiguren darauf zu kleben [als Hintergrundbild], wobei anschließend mini kleine Geschenke verpackt werden würden und mit einem Faden an die Jute gehängt. Musste zwecks fehlender Jute leider gestrichen werden. Filz allerdings war reichlich vorhanden & so wurde dieser zum hauptsächlichen Arbeitsmaterial.

Welches Symbol der Weihnachtszeit ist demnach als Figur umzusetzen, die gefüllt werden kann? Da gibts einfach nur eines: ein schwarzer Nikolausstiefel zum Aufhängen :)

1. gewünschte Form entworfen und zu Papier gebracht. Auf schwarzen Filz geheftet und mit ordentlich „Nahtzugabe“ ausgeschnitten. Der Begriff Nahtzugabe deshalb in „…“, da tatsächlich sehr wenig eigentliche Nahtzugabe nötig ist. Wichtig ist der breite Rand vielmehr deshalb, da bedacht werden muss, dass ein gefüllter Nikolausstiefel frontal betrachtet nicht so breit aussieht, wie der flach auf der Arbeitsfläche ausgebreitete Stoff.

2. Zusammen nähen, auf die richtige Seite umdrehen.

3. Aus rotem Filz einen nach Geschmack breiten Streifen ausschneiden, der an die obere Öffnung des Stiefels angeheftet wird. Dazu den roten Streifen erst mal selbst an der Seite zusammennähen, die schöne Seite auf die Innenseite drehen, in den Stiefel stecken und eben oben aneinander nähen. Roten Filz nach oben rausziehen und nach unten klappen.

4. Die Deko könnt ihr halten, wie ihr wollt. Einfach ausschneiden und mit ein paar Stichen oder Textilkleber befestigen. Ich habe mich zum einen für eine „Blume“ aus Sternen verschiedener Größe entschieden, die übereinandergestapelt und durch einen Stich per Hand fixiert wurden. Zum anderen habe ich ein schmales Filzband zugeschnitten, das zu einer Schleife gebunden wurde. Die Schleife wurde an ihrem zentralen Knoten mit einem Stich befestigt und die Schleifenbänder durch Textilkleber gebändigt.

Gerne hätte ich Materialien wie schwarze Spitze mit verarbeitet, doch diese war leider nicht vorrätig. Damit ist der Stiefel vielleicht nicht explizit opulent gothic, aber der Kernwert wurde meiner Meinung nach erfasst.

… & so schaut das Werk nun aus!

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Über den Inhalt soll öffentlich geschwiegen werden ;)

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