WG in München gesucht! Teil II.

WG Suche in München, Teil 1 findet ihr *hier*

Da erweitert man seine Jagdgründe und erkundet nicht nur bereits bestehende WGs, sondern nimmt sich auch größere Wohnungen vor – wenn eine bestehende WG mich nicht nimmt, gründe ich eben meine eigene!

Denkste.

Da komm ich in Moosach in eine nette kleine 2 Zimmer Wohnung rein, sitzen schon 6 weitere Personen auf der Couch und füllen die Selbstauskunft aus. Super! Aber nicht ungewöhnlich. Die Wohnung hat 2 separate Zimmer, ein nettes Bad, Gang, eine Küche, Fenster und eine abschließbare Wohnungstür, fällt nicht auseinander und Schimmel sehe ich auch keinen – mit etwas Bescheidenheit, was will man mehr? Ich beurkunde signifikantes Interesse.

Die Vormieter ziehen geschlossen aus und es ist auch wirklich nicht unüblich, dass diese, da sie grade eh noch dort wohnen, die Wohnung den potentiellen Interessenten zeigen. Als Problem empfand ich es aber wohl, dass, als ich ebenfalls im Wohnzimmer sitze und schreibe, die Unterhaltung der Vormieter anhören darf. Männchen sagt zu Frauchen, er hätte schon zwei Favoriten. Da kannste ja gleich wieder gehen. Prima!

Was mich daran so aufregt?

Die Fakten, die den Vermieter interessieren, sind der pflegliche Umgang mit seinem Eigentum, inwiefern ich finanzkräftig bin und gegebenenfalls ob ich ein Straftäter bin. Aber hier selektionieren die VORmieter auf Basis ihres absolut persönlichen Empfindens die Leute raus. Fragt sich nur, was der Eindruck der Vormieter mit der Entscheidung zu tun hat?! Man wird nicht mit ihnen zusammen wohnen, warum müssen die mich nett finden, warum soll ich mich mit Mitleid heischenden Stories einschleimen und Lüge über Lüge erzählen? Das Einzige, was sie tun müssen, ist dem VERmieter eine Liste mit potentiellen Nachmietern überreichen.

Heißt: Annonce schalten, den ersten 10 Leuten einen Besichtigungstermin geben, Selbstauskunft ausfüllen lassen, diese an den Vermieter überreichen. Merkt ihr was? Das hat nicht im Geringsten mit den persönlichen Einschätzungen der Vormieter zu tun. Das Problem in dieser Situation ist aber eigentlich Folgendes: gibt man Menschen ein bisschen Macht, werden sie über diese immer derart verfügen, dass sie der zugrunde liegenden Sache ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Die Sache nicht funktional objektiv handhaben, sondern es ausnutzen und sich wichtiger machen, als sie eigentlich sind.

Wie ich sowas liebe.

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