Die Geschichten im Kopf

Wunderschönen guten Morgen ihr lieben Leser!

Es ist Samstag, der Morgen beginnt kühl, aber sonnig. Die Tasse Tee neben mir dampft ihre Wärme in die Luft und ich trau’s mich ja kaum zu sagen, aber: Ich habe an einem Kurzgeschichten Wettbewerb teilgenommen! Auf und bei lovelybooks.de galt es, sich ein Buch aus dem Sony Reader Store zu suchen und eine maximal 5000 Zeichen lange Fanfiction dazu zu verfassen. Nun nahmen viele Teilnehmer einen Krimi, No Age Fantasy Romane oder natürlich auch Bella & Edward als Vorlage. Ich dagegen dachte mir, dass ich mir einen kleinen Spaß erlaube und nahm … das inoffizielle Harry Potter Kochbuch. Harhar!

Am Montag wird bekanntgegeben, welche 5 Geschichten das Finale erreicht haben – danach wird von den Usern gevotet. Sollte euch mein Text gefallen und er überhaupt ausgewählt werden, bitte votet mit! Natürlich poste ich dann hier den Link, damit ihr da nicht erst ewig suchen müsst ;) Zu gewinnen gibt es einen Sony Reader und einen 250 € Gutschein für den Reader Store. Wisst ihr, wie viele Bücher man dafür bekommt in dem Store? Ein Traum! Doch nun zu meiner Fanfiction, inklusive Soundtrack:

„Als Tochter des größten Schwarzmagiers der Welt heranzuwachsen war kein leichtes Leben – vor allem, wenn niemand außer ihr davon wissen durfte. Die meiste Zeit ihrer Kindheit verbrachte Ravenna zusammen mit ihrer Mutter auf der Flucht, bis diese von der Grippe dahingerafft wurde. Einer Grippe! Da beherrschte Emily Magie wie kaum eine andere und dann stahl etwas so banales wie eine Grippe ihre Mutter von ihr. Ein Jahr hatte Ravenna in den Wäldern von Grindelwald gelebt, bis der Brief von Hogwarts ihr Baumhaus gefunden hatte.

Eigentlich hatte sie nicht nach Hogwarts gehen wollen. Andere Zauberer, die sie vermutlich nicht ausstehen konnten, soziale Zwänge, denen sie sich fügen musste, der Verlust ihrer Freiheit – nichts davon schien ihr erstrebenswert. Doch als ein mächtiger Wintersturm die Äste ihres Baumes erbeben ließ und ihr letztes Zuhause am Boden zerbrach, wusste sie nicht, wo sie sonst hätte hingehen können. Außerdem waren in letzter Zeit immer mehr Muggel in ihrem Wald aufgetaucht und die brachten immer Probleme mit sich. Dass am Ende ein Muggel ihre beste Freundin sein würde, hätte sie damals nie erwartet.

Ravenna schüttelte sich, um die Gedanken aus der Vergangenheit loszuwerden. Vor ihr stand Malfoy mit seinen beiden Kumpanen, Crabbe und Goyle. Immer, wenn er von Harry eines auf den Deckel bekommen hatte, reagierte er sich an einem Schüler von Hufflepuff ab. Offenbar war heute sie dran. Innerlich seufzte Ravenna auf.

„Na Malfoy, vom Besen gefallen und den Schnatz mal wieder nicht gefangen?“ fragte Ravenna mit unschuldigem Augenaufschlag.Crabbe knurrte und trat einen Schritt vor. Der hochgeschossene Junge stand bebend vor Ravenna, die ruhigen Bluts zu ihm aufsah. „Bleib ruhig Crabbe“, tönte Malfoy hinter seinem Rücken. „Sie weiß ja nicht mal ihren Nachnamen oder wo sie herkommt, sie ist vermutlich nichts anderes als ein wertloses Schlammblut!“ Goyle schnaubte belustigt auf.

„Gut möglich“ erwiderte Ravenna mit tödlich sanfter Stimme. „Aber jeder, den du Schlammblut nennst, hat mehr Charakter und Persönlichkeit als deine schleimtriefende Visage je haben wird.“ Crabbe brüllte auf, ergriff Ravenna beim Oberarm und schleuderte sie gegen die Wand. Beim Aufprall schlug ihr Kopf an die Sockelkante der neben ihr stehenden Statue und es wurde kurz schwarz um sie. Aus der Ferne hörte sie Malfoy, Crabbe und Goyle hämisch lachen. Sie ballte ihre Hände zu eisernen Fäusten und atmete tief ein. Sie durfte die Kontrolle nicht verlieren! Was hatte sie sich nur dabei gedacht, diese drei stinkenden Wichte herauszufordern. Natürlich stellten sie kein ernsthaftes Problem für sie dar, niemand konnte es mit ihrer magischen Begabung aufnehmen. Doch so sehr sie sich anfangs gegen Hogwarts gesträubt hatte, so sehr war es nun ihr Zuhause geworden und würde sie ihrer Wut nachgeben und zeigen, was sie eigentlich wirklich konnte, so würde sie es verlieren. Das fiese Lachen der Jungen hallte im Gang wider und Ravenna wollte mit ihren Fäusten am Liebsten ihre Nasen brechen, sie mit ihrer Magie in die Luft werfen und in die Ratten verwandeln, die sie waren! Sie in rostige Käfige sperren und in einen muffigen Keller stellen, mit schimmeligem Brot füttern und sie niemals wieder ins Sonnenlicht lassen!

Das Geräusch splitternden Steins riss sie aus ihren Gedanken. Die Statue neben ihr stand nicht mehr auf dem Sockel, sie war herabgesprungen und hob gerade Crabbe in die Luft. Goyle lag bereits wimmernd am Boden und hielt sich jammernd seine blutende Nase, während ein völlig entsetzter Malfoy die wütende Statue anstarrte.

Kalte Angst machte sich in Ravenna breit. „Nein, du darfst nicht sein!“ flehte sie die Statue an. Ein weiteres Knirschen ertönte und der Stein hörte abrupt auf, sich zu bewegen. Der in der Luft hängende Crabbe stieß ein Wimmern aus, als Ravenna sich umdrehte und panisch wegrannte. Weg hier, sie musste weg hier!

Das Gefühl war nichts Neues für Ravenna. An ihrem ersten Tag in Hogwarts fiel sie auf wie ein bunter Hund. Ihre Haare waren verfilzt, die Kleidung größtenteils zerlumpt, ihre Haltung wortkarg und abweisend. Sie hatte kein Haustier, keine Bücher und auch sonst kaum Gepäck. Die anderen starrten sie an und zuckten vor dem wilden Blick zurück, den Ravenna allen zuwarf, die sich ihr zu nähern wagten.

Damals in den ersten Tagen war Ravenna wie eine streunende Katze. Auf ihren Streifzügen durch die scheinbar unendliche Burg hatte sie den Weg in die Küche gefunden. Neben all den Hauselfen traf sie dort auch auf Sarah, die Tochter der Muggelköchin. Ihr Schicksal machte es den beiden unmöglich, in der Muggelwelt zu leben und so wurden sie in Hogwarts aufgenommen. Sarahs Mutter war eigentlich Chefköchin und so lernten die beiden Mädchen alle Rezepte, die sie aufzubieten hatte. Zu Kochen und zu Backen hatte eine seltsam entspannende Wirkung auf Ravenna. Aus unscheinbaren Zutaten einen Teig zu kneten, der wie ein Versprechen auf eine süße Zukunft wirkte, gab ihr etwas von dem Seelenfrieden zurück, den das Leben ihr geraubt hatte.“

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3 Kommentare

  1. Wunderbar! DEINE Geschichte und die Musik !!! ♥
    Liebe Grüße
    Gabi
    wo ?? kann ich für dich *voten* ?? ;)

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  2. Danke schön, das Kompliment erfreut das Herz <3
    Im Moment kann man noch nicht voten, heute sollten die fünf besten Stories eigentlich ausgewählt werden, aber noch ist auf lovelybooks.de noch kein Post in Sicht … Ich sag Bescheid! ;)

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  3. Schade schade, ich war leider nicht gut genug, bin nicht im Voting angekommen …

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