Geocachen in München

Die Sonne kommt wärmend hinter den Wolken hervor, die ersten Blümchen trauen sich aus der Erde – es wird Zeit, die Höhle zu verlassen. Da ich unter der Woche an einen Bürostuhl gefesselt bin, muss ich mir definitiv in der Freizeit die Beine vertreten. Wintersport mag ich nicht, Sportstudios auch nicht … dafür verfüge ich über einen ausgesprägten „Spieltrieb“. Mei, dann probieren wir halt mal geocachen aus! Als erste Strecke haben wir uns diese ausgesucht:

Die Münchner Isarthalbahn behergt heutzutage die Johanniter Unfallhilfe.

Die Münchner Isarthalbahn behergt heutzutage die Johanniter Unfallhilfe.

Die erste Zahl für die Formel, um die nächsten Koordinaten zu berechnen, war schnell gefunden. Bei Stage 1 stießen wir auf ein echt dummes Problem: Die gesuchten Zahlen waren auf beweglichen Elementen – Rolltoren – angebracht. Schöne Sch… , wenn diese Rolltore oben sind und nicht heruntergelassen! Da kannst du munteres Rätselraten betreiben und eine Stunde falsch in der Gegend umherirren – dafür haben wir natürlich jetzt ordentlich Ortskenntnis. Irgendwann haben wir richtig geraten und prompt war klar, wohin der Weg nur führen kann.

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Lost Places München: die verlassenen Gleise der Isarthalbahn

Ab da lief es wie am Schnürchen. Dabei ging es längst nicht mehr nur darum, ans Ziel zu kommen, sondern über die Gleise zu hüpfen, auf den Resten zu balancieren und dabei in Gedanken abzudriften. Immerhin war das eine der ersten elektrischen Bahnlinien überhaupt und nun liegen die Gleise mitten in der Stadt. 3 Meter zur Seite jeweils Gebüsch und Bäume, dann folgen die Isarauen, beziehungsweise einfach Straße. Total unbeachtet liegt da dieses Stück Geschichte herum. Ein bisschen macht sich da die Melancholie breit, denn wenn von einer ehemals beachtlichen Leistung quasi nur Eisen im Wald bleibt  was bleibt dann von uns, die weit weniger beachtliche Leistung erbringen?

Lost Places München 2: Verlassene Gleise der Isarthalbahn

Lost Places München 2: Verlassene Gleise der Isarthalbahn

Doch für trübe Gedanken blieb nicht lange Zeit: Wir waren an den Zielkoordinaten angekommen. Doch wo war die kleine Box? Yeah, einmal richtig schön durch das dicke Laub am Boden gewühlt ;) Gesucht, gefunden und die Kleinigkeiten in der Box begutachtet. Schon süß, was drin enthalten war. Grundsätzlich verläuft das aber vermutlich getreu dem Motto „zu schade zum wegwerfen, zu elend um es zu behalten“. Na dann :)

Im Übrigen haben wir kein teures Spielzeug benutzt, um mit den Koordinaten zu arbeiten: Auf mein Windows Phone hatte ich die GPScalulator APP geladen – hier sollte man sich vorab mal kurz reinfuchsen, damit man die Funktionen parat hat, wenn man sie braucht.

Fazit? Läuft.

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