Kommentar: „Du findest ja eh keinen Verlag.“

Höre ich in letzter Zeit immer öfter. Tja, woran das wohl liegen mag? Da kommt meistens eine sehr gönnerhafte Antwort – „Vielleicht ist dein Buch einfach nicht so gut, wie du denkst.“

Das ist definitiv im Rahmen des Möglichen. Vor allem, weil es mein erstes Buch ist. Aber schauen wir uns doch mal in den gängigen Bücherläden um: Deutsche Autoren sind hauptsächlich über Krimis und Thriller vertreten. Im Genre Fantasy stapelt sich eine amerikanische Reihe neben der nächsten. Weil sie so gut sind? Oder weil sie bereits erschienen sind in ihrem Heimatland und dort gut verkauft wurden? Weil es so viel einfacher ist, sich eine Lizenz zur Übersetzung und Publikation in Deutschland zu kaufen, als eingesendete Manuskripte zu durchforsten und zu kultivieren.

Denn was viele Leute vergessen: Ein Buch ist ein Produkt. Vergesst das romantische Bild der Schriftstellerei in Cafés oder auf einsamen grünen Inseln im Sommer. Am Ende ist die Geschichte ein Produkt, das verkauft werden muss, Umsatz bringen und wenige Kosten verursachen muss. Das sind die wesentlichen Kriterien. Egal wie „gut“ oder „schlecht“ ein Buch also tatsächlich sein mag – so lange es sich verkaufen wird, wird es herausgegeben. Nennen wir das doch einfach mal das „Prinzip BILD“.

Und die Moral von der Geschicht‘? Verlage sind die Lösung nicht! Zumindest nicht für alle Autoren. Zum Glück wird die Lese-Zielgruppe immer mündiger und steht eBooks aufgeschlossen gegenüber. Die kann jeder publizieren? Ich denke, ja. Das schließt natürlich niemals, niemals, niemals aus, dass ihr eure Bücher uuuuuuunbedingt zuvor noch Korrekturlesen lassen müsst. Ich selbst arbeite mich gerade von einer Wiederholung zur nächsten. Furchtbar! Also lesen lassen, von Freunden, denen ihr vertraut und die wissen, dass sie euch was Gutes tun, wenn sie die Keule rausholen. Marketingtechnisch gibts auch was zu tun, klar. Dafür muss ich mir demnächst auch mal eine Strategie überlegen. In anderen Worten: Im Oktober kommt „Dämonenbrand“ als eBook raus.

Bis dahin sollten die „Gönner“ ihr selbstgefälliges Grinsen wieder ordentlich aufpolieren. Wer weiß, was ihr noch so an tollen Argumenten in petto habt.

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3 Kommentare

  1. Toller Beitrag! Und viel Erfolg ! Liebe Grüße

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  2. Viel Erfolg und lass Dich nicht unterkriegen!!!

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  3. Danke euch! :)

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