Die Buchempfehlungen 2015/2016

Guten Morgen ihr Lieben und willkommen im neuen Jahr!

Ich wünsche euch ein tolles Jahr voller Leben, Freude, spannenden Erlebnissen mit alten und neuen Freunden und dass sich auf jeden Fall eines eurer großen Ziele für 2016 verwirklicht!

Bevor es für mich in ein aufregendes Lesejahr 2016 geht, gibt es heute für euch meine Leseempfehlungen – basierend auf den 2015er Büchern. Jedes davon wurde von Cover bis zur letzten Seite gelesen und zum Großteil von mir auf einem professionellen Portal rezensiert [nicht Lovelybooks ;)].

Genre: Fantasy

Von einem etablierten Meister kamen Fortsetzungen in die Buchläden, die so gelungen waren, dass ich euch gern die vollständige und aktuell noch offene Reihe Brücke der Gezeitenempfehlen möchte: Die Brücke der Gezeiten von David Hair. Vier Bände sind es aktuell, Nummer 5 braucht nicht mehr lange. Was diese Serie auszeichnet: Es gibt zwei Kontinente in seiner Saga, die alle paar Jubeljahre durch eine magische Brücke miteinander verbunden werden. Das eine Land hat Magier in seiner Bevölkerung und gilt damit als die stärkere Nation. Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Der eine Kontinent überfällt den anderen. Inmitten dieser Wirren entfaltet sich ein spektakuläres Spiel um die Zukunft dieser Welt. Besonders toll ist dabei, dass die Länder und Völker nicht total abstrakt benannt werden – also nicht etwa „Klingonen“ oder ähnliches. Nein, wenn man sich ein bisschen vertieft, erkennt man genau, wer in diesem Speil die Italiener sind, wer die Moslems, wer die Christen, wer die Inder oder die Deutschen. Hochspannend und trotzdem leicht verständlich!
Erschienen bei penhaligon, etwa 15 Euro pro Buch.

Autoren: Aus Deutschland

Dass ich gerne mal nachschaue, ob es hierzulande neue Nachwuchsautoren gibt, hat nichts mit Rassismus zu tun. Wer mit einer bestimmten Sprache aufgewachsen ist, nutzt sie im Vergleich zu Übersetzungen einfach anders. Außerdem haben wir bei uns einfach nicht „so coole“ Schauplätze wie New York City oder ähnliches, entsprechend die Herausforderungen. Es sind zwei Autoren, die ich euch ans Herz legen möchte:

Anna Mocikat MUC 2Anna Mocikat, die eine Dystopie verfasst hat, die in München stattfindet: MUC. Zwei Bücher gibt es bereits. Die Dame hat schon in einigen kreativen Branchen gearbeitet und das Schreiben professionell gelernt. Das merkt man auch, wenngleich das zweite Buch inhaltlich etwas schwächer ist als das erste. Beide lesen sich sehr flüssig und sind realistisch. In anderen Worten: Die Charaktere machen, was tatsächlich so passieren würde, weil es in der Natur des Menschen liegt. Sie sind kein Ideal, an dem sich ein Heldenepos aufhängen würde.
Interessante und leichte Lektüre mit Schnitzelsuche nach bekannten Plätzen in München!
Erschienen bei Knaur, rund 13 Euro pro Buch.

Runa Vera BuckVera Buck, die sich ihr Thema aus ihrer Abschlussarbeit gezogen hat, wenn ich mich richtig entsinne. Darum geht es in RUNA: Das Jahr ist 1884. Die Menschheit befindet sich an der Grenze zur Moderne. Die medizinischen Praktiken sind brutal, simpel und geradezu barbarisch. Das Verständnis ist rudimentär – und gerade in der menschlichen Psyche mehr als nur herausgefordert. In diesen Zeiten trifft ein junger Medizinstudent auf Runa, ein außergewöhnliches Mädchen mit einer faszinierenden Art von ‚Wahnsinn‘.
Die ersten 150 Seiten ziehen sich ein wenig, aber dann legt sie los und der Leser kommt so leicht nicht mehr aus der Geschichte heraus – und freut sich hinterher, in der Moderne zu leben und nicht damals in so einer Anstalt gelandet zu sein. Bei RUNA handelt es sich um eine sehr intelligent zusammengesetzte Geschichte: Historischer Roman? Thriller? Schicksalsgeschichte? Soziale Kritik? Es finden sich viele Elemente.
Zugegeben: Ein Wälzer. Aber ein wirklich guter!
Erschienen bei Limes für rund 20 Euro als Hardcover.

Der PfandleiherGenre: „Ich würde aber gerne was gehobeneres lesen.“
Dann macht euch an „Der Pfandleiher“ von Wallant. Die Geschichte ist nicht neu, aber tatsächlich Ende 2015 das allererste Mal in der deutschen Übersetzung erschienen. Im KZ gefoltert, kriminalisiert und geschändet, stand der Hauptcharakter nach der Befreiung plötzlich vor einem neuen Leben – nur, dass sich das alte nicht einfach abschütteln ließ. Gerade in dieser Zeit ist es unfassbar wichtig, dieses Buch zu lesen. Es erlaubt einen Blick in eine absolut geschundene Seele, die sich irgendwie an dieses Leben klammert und nicht weiß, wieso. Aber sie bleibt – und sie kämpft.
Erschienen im Berlin Verlag, rund 22 Euro für das Hardcover.

Der rote Strich von Walter Serner

Genre: Gern gehoben, aber eher neugierig statt leidensfähig?
Vielleicht wäre dann Walter Serner etwas für euch: Er hat einige kurze Detektivgeschichtchen verfasst, die zum mitdenken anregen und ein bisschen wie Facebook sind – intime Einblicke in das Leben anderer, deren Denkweise und diebische Schicksale. Wie bei Manesse, dem zugehörigen Verlag typisch, ist das Buch in Stoff gebunden – herrlich! Außerdem hat es Handtaschengröße ;) Sehr stylisch!
Erschienen unter dem Titel „Der rote Strich“ also bei Manesse für rund 25 Euro.

Wenn ihr Fragen zu den Büchern habt, immer her damit! Sollte euch beim Lesen selbst ein Buch eingefallen sein, von dem ihr glaubt, es könnte mich interessieren – dann würde ich mich genauso freuen, wenn ihr mir Bescheid sagt. Das Jahr 2016 hat über 50 Wochen Lesezeit ^^

Liebe Grüße

B.

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