DIY: Neuer Style für den Paravent

Vor einer Weile hatte ich auf eBay einen Paravent gekauft: Schwarze Metallstreben mit minimaler Spielerei, dazu weißer Stoff als der eigentliche Sichtschutz. Er sollte die Wohnküche ein bisschen vom Wohnzimmer abgrenzen.

Das tat er bisher auch ganz prima, doch nun habe ich eine weiße Kommode davor gestellt. Das sah dann doch etwas farblos aus, also musste ein Akzent her! Et voilá:

Für eine Breite von 35 cm habe ich 40 cm breite Stoffbahnen geschnitten. Unterschätzt den Verlust durch Säumen und den Rand nähen bitte nicht, sonst hängt da eine viel zu schmale Bahn. Mit aktivem Sichtschutz ist dann leider nicht mehr viel ;)

Aber wie befestigt man nun den Stoff an dem Gestell? Ein Klettverschluss wäre suboptimal, da man auf der Vorderseite Stiche sehen hätte – die ich nicht mag. Klettverschlüsse, die man nur aufklebt, haften nicht gut genug auf der rauen Rückseite. Abgesehen davon, dass sie das Gewicht dieses Polsterstoffs nicht halten können.

Was tun, sprach Zeus und steckte sie kurzerhand mit Stecknadeln zusammen. Optimal, denn die Perlenköpfe passen farblich zum Stoff, fallen wenn überhaupt positiv auf und lassen sich easy entfernen. Das war mir wichtig, denn in einer Küche spritzt es doch gerne mal und dann sollte man die Stoffbahnen waschen können.

Das Gestell kam von Jago24 auf eBay für 17 Euro, der Stoff wurde mir geschenkt – aber hier kommt es sowieso darauf an, wie viel ihr auszugeben bereit seid und welche Stoffquellen euch zur Verfügung stehen.

Macht es euch eigentlich genauso viel Spaß, Details an und in eurer Wohnung aufzuhübschen?

DIY: Tagesdecke nähen

Wenn man schon einmal Urlaub hat, kann man ja nach langer Pause die Nähmaschine wieder einmal herausholen … Nach dem tollen Basteltag mit einer ehemaligen Kollegin neulich war auch die Lust darauf geweckt, mit Nadel und Faden wieder etwas Schönes für die Wohnung zu nähen.

Aus meiner Zeit bei einer Stofffabrik hatte ich noch einige Rechtecke eines dicken Polsterstoffes – in verschiedenen Farben, aber immer das gleiche florale Motiv. Da lag eine „Patchwork“-Tagesdecke recht nahe. Dazu habe ich einfach die Rechtecke gesäumt und doppelt aneinander genäht. Doppelt genäht deshalb, weil man sich ja doch mal auf das Bett wirft. Das sollte die Decke aushalten können und bei so einem „Wurf“ kommt ja schon ein gewisses Gewicht zusammen ;) Anschließend auf rechts noch einmal abgesteppt, damit die Decke schön flach liegt.

Diesmal allerdings ohne Füllung. Stattdessen mit einem durchsichtigen Unterstoff. Wenn ich also weniger bunt sehen möchte, einfach die Tagesdecke herumdrehen ;) Leider musste die blaue Rückseite auch aus zwei Stücken zusammengenäht werden, denn im Endeffekt hat die Decke 2,20m x 1,60m. Zum Glück ist es aber nur eine einzelne Naht genau in der Mitte der Rückseite. Damit lässt sich leben. Immerhin wird der Ort meiner Träume nun mit einem Meer aus Blümchen bewacht und das weiße Schlafzimmer hat endlich einen soliden Farbklecks abbekommen. So lässt es sich daheim gut urlauben ;)

Liebe Grüße

Bettina

DIY: shabby s|chic|kes Tablett

Shabby chic ist natürlich jedem ein Begriff. Er steht für einen hellen, holzigen, ursprünglich erscheinenden und potentiell leicht abgewohnten Eindruck/ Zustand eines Einrichtungsgegenstands. Nicht, dass ich das folgende DIY-Projekt explizit an diesem Konzept ausgerichtet hätte, im Gegenteil. Es passt zwar in diese Kategorie, ist mir im Endeffekt aber fast schon etwas zu, nun ja, tussig geworden. Nichts, was eine Dose schwarzer Sprühfarbe irgendwann nicht lösen könnte ^^

Ein sommerlich leichtes Tablett wurde geschaffen, das zur Aufbewahrung von Obst oder zur Präsentation allerlei Dinge, beispielsweise von Alkohol, Back- und Naschwerk verwendet werden kann.

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Vorgehensweise

  1. Soviel Spitze wie benötigt, bzw. anderweitig gewünschten Stoff durch Textilsteife ziehen und 2 Tage trocknen lassen. Textilsteife bekommt ihr auf jeden Fall in der Bastelabteilung des Hagebaumarkts. Ca 8€, vielseitig weiterverwendbar.
  2. Ein mindestens 5 mm dickes Spanbrett zuschneiden, die Kanten und Oberflächen mit Sandpapier nachbearbeiten.
  3. Für die Füße habe ich mir Holzperlen ausgesucht, deren Klarlackschicht ich ebenfalls mit Sandpapier entfernt habe. Anschließend habe ich die Perlen auf den 4 Ecken des Bretts per Holzleim festgeklebt. Je nach Angabe der Holzleimverpackung trocknen lassen.
  4. Mit weißer Sprühfarbe die Unterseite weiß färben. Bei den Füßen darauf achten, dass auch sie gleichmäßig bedeckt werden. Trocknen lassen, umdrehen, Oberseite besprühen. Sprühfarbe auf Wasserbasis gibt es für etwa 7-9€ auch im Baumarkt.
  5. Zu Call Me Victorian gehen und sich die Schmetterlinge herunter laden. Je nach Geschmack in Schwarz oder Bunt ausdrucken und die gewünschten Tierchen ausschneiden, aufleimen und mit einem Hauch Sprühfarbe bedecken.
  6. Die getrocknete Spitze mit einem Bastel-Tacker rund um das Spanbrett festtackern. Nicht zu oft tackern, sonst stört das die Optik.
  7. Mit einem hauchdünnen Pinsel und weißer Farbe die Klammern „streichen“ – einfach, damit das glänzende Metall optisch nicht so aus dem Rahmen fällt.
  8. In einer happy happy sunshine world leben.

Kids – try this at home!

DIY: Kissenparade

Oh man! Da gibt’s so viele interessante #DIY-Projekte für die Wohnung und was macht die? KISSEN. Wahnsinn.

Könnte sich vermutlich der ein oder andere Leser* denken. Kissen, wie unspektakulär. Theoretisch könnten sie damit auch Recht haben – doch wenn Frau nun mal frische Kissen als Hingucker auf einer Couch wünscht, macht sie sich eben neuen Kissen. Wenn man einen Tick genauer drüber nachdenkt, sind Kissen eigentlich ein genauso scheinbar nichtiges Detail im Leben wie ein Kameraband. Scheinbar nichtige Details, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen!

Um dem Ganzen etwas mehr abzugewinnen als die übliche quadratische Prägung, habe ich einfach mal einen Akzent auf Form und Faltung gesetzt. Verwendet wurde ein einzelnes Stoffdesign in 3 verschiedenen Farbvarianten: silberne, rote und violette Chenille-Punkte mit jeweils metallic-glänzendem Flachgewebe als Untergrund.

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Die Formen sind so unterschiedlich, wie es nur geht: eine Nackenrolle mit schwarzem Akzentstoff an den Rändern, ein Rechteck mit Raffungen/ versetzt gelegten Falten auf der einen Halbseite und ein rundes Kissen, dessen Falten am Knopf im Zentrum durch Überlappungen am Rand unterstützt werden. Der Untergrund schimmert je nach Lichteinfall mal schwächer oder stärker und fungiert so als zentrales Element des Hinguckertums.

Gefüllt wurden alle 3 mit dem Inhalt eines älteren Kissens, dessen Stoff schon richtig zerschlissen schien, so beliebt war es. Mehr re-cycling als up-cycling, doch das Endergebnis ist das, was zählt.

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*Generisches Maskulinum zur Vereinfachung des Textes. Ein Hauch Satire am Morgen, nur für euch!

DIY: kleine Teppiche

Badteppiche sind ja von vornherein so ein Thema für sich. Entweder potthässlich, mit 50 Unterwassertierchen geschmückt oder mit so viel Flausch, dass bald echte Badtierchen darin leben. So ein langer und großer Flausch tritt sich natürlich unglaublich schnell nieder und schaut anschließend ziemlich fertig aus. Ganz ohne Flausch wollt ihr eure Badteppiche, bzw. Fußmatten aber nicht haben?

Macht’s euch doch einfach selbst.

Nehmt euch einen Stoff mit einer flach gewebten Zone und Velourszonen [Velours = Flausch, aber nicht zu viel und nicht zu hoch]. Schneidet hübsch gerade in der gewünschten Größe und säumt die Kanten mit durchsichtigem Faden. Achtet dabei bitte darauf, die Stichgröße nicht zu eng einzustellen, da der Rand des Stoffes sonst wellt, im ärgsten Fall die Ecken des Stoffes hochgezogen werden und nicht flach am Boden liegen.

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Mehr Näherei wird gar nicht benötigt, da man den durchsichtigen Faden, sobald der Stoff am Boden liegt, tatsächlich gar nicht weiter bemerkt. Der nächste Schritt ist ebenso denkbar einfach: Bastel-Silikon großzügig auf die Unterseite aufbringen, damit der Stoff zumindest einigermaßen rutschfest wird. Das Silikon gibt es für etwa 6€ in gut sortierten Bastelabteilungen, da es in der Regel für Anti-Rutsch-Socken verwendet wird, findet ihr es sicherlich auch in den meisten Strick-/ Wollgeschäften. So lange trocknen lassen, wie es eben dauert.

Umdrehen. Socken runter. Flausch fühlen. Glücklich sein.

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A little bit of…

… DIY.

Zeit ist’s geworden! Nachdem das ein oder andere Nähprojekt verpackt als Geschenk neue Besitzer gefunden hat, übergeben im Übrigen mit den Worten

„Ich schreib nicht lang

ein zierlich‘ Gedicht

nur diese drei Worte

– da hast’s endlich!“

… habe ich dann tatsächlich auch wieder etwas der Spielerei für mich selbst aufgewendet. Von links nach rechts:

Ein kleiner Vorhang, ein noch kleineres Schminktäschen… eine Umhängetasche [erst die Außenseite, dann die Innenseite]… 2 frisch bezogene Wandboards [aus alt mach neu, das erste als Teil der Kollektion, das zweite Board im Foto darunter] und schon ist auch so ein freier Tag wieder ganz schnell verflogen, ist die Wohnung etwas persönlicher und der riesige Stoffberg im Schränkchen um einen Hauch geschmolzen.

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Detailansicht des einen Wandboards mit Rahmen:

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Der Stoff für die Boards wurde diesmal einfach mit Heißkleber auf der Rückseite befestigt, nachdem die zugeschnittenen Stoffstücke ordentlich versäumt wurden. So einfach ergeben sich frische Akzente in der Einrichtung, ohne dass eine großartige Einkaufsliste gefertigt werden muss :)

Ein schönes Wochenende wünsch‘ ich euch!

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