#LowCarb – bisweilen ungesund?

Lieber Leser, liebe Leserin,

wer sich auch nur halbwegs mit einem gesunden Lebensstil beschäftigt, kommt derzeit an Low Carb nicht vorbei. Es klingt wie Magie: Weniger bis kaum Kohlehydrate essen und die Pfunde purzeln von selbst. Dabei ist das Ernährungskonzept eines, das sehr viel selbstständiges Mitdenken erfordert! Letzten Sommer hat es bei mir ganz wunderbar geklappt für 6 Wochen, im Winter ging trotz 4 Wochen gar nichts und in diesem Sommer geht es wieder rund! Allerdings habe ich bei vielen Low Carbern einige Verhaltensweisen gesehen, die mich echt nachdenklich gemacht haben … (mehr …)

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DIY: Gummibärchen selbst machen

DIY ist nicht nur klassische Handarbeit, wie nähen beispielsweise, sondern eine kleine Lebenseinstellung. Es lässt sich natürlich ganz leicht auf die Küche übertragen und mischt sich dort mit einer gesunden Portion Neugier. Diesbezüglich stimme ich voll und ganz mit Pierre Boulez überein:

Ohne Neugier verkümmert man!

Insofern habe ich mich an etwas Neuem versucht: Gummibärchen selbst machen. Der erste Versuch war vergleichsweise unspektakulär: 120ml Bio-Saft der roten Früchte, 8 gestrichene Löffel Biogelatine, einen TL Bio-Sirup in Geschmacksrichtung Cranberry.

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Alle Zutaten miteinander verrühren, dabei darauf achten, dass die Gelatine nicht klumpt – die größte Herausforderung bei diesem Rezept ;)

Mischen, erhitzen – nicht kochen, in Formen füllen und auf dem Fensterbrett auskühlen lassen. Dabei habe ich die Feststellung gemacht, dass die Formen nicht zu kompliziert sein sollten. Einmal habe ich in große Tatzenformen gegossen, einmal in kleine Sterne – beide Formen übrigens eigentlich für Eiswürfel gedacht. Die Sterne haben sich nicht so leicht lösen lassen und sahen am Ende deswegen auch nicht ganz so hübsch aus.

Feststellung Nummer 2: Wenn sie frisch sind, sind sie zu wabbelig. Lasst die Dinger mindestens 24 Stunden an der Luft trocknen.

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Die Tatzen sind einfach leichter zu lösen, weil die Form nicht so kompliziert ist.

Feststellung Nummer 3: Die Gelatine schmeckt zu stark durch, obwohl ich einen Saft mit deutlicher Säure und Geschmack verwendet habe. Insofern ist hier noch nicht Ende der Fahnenstange und ich werde mir die nächsten Gummibärchen mit Agar Agar und Stärke probieren.

Hast du schon mal versucht, Gummibärchen selbst zu machen und hast vielleicht einen Tipp für mich?

Schönen Sonntag noch!

Bettina

Edit Sommer 2017: Mit Agar Agar bin ich leider völlig auf die Zuckerschnute gefallen – das Projekt Gummibärchen war dann erst mal eingestampft. Insbesondere, nachdem der Saft viel lieber Eistee werden wollte. Hatte ich zumindest so im Gefühl …

DIY: Butter selbst machen

Es ist so simpel, wie gut schmeckend: Frische Schlagsahne in eine Dose geben, Deckel drauf und schütteln, schütteln, schütteln! Als erstes wird sie normal steif geschlagen. Davon nicht irritieren lassen und einfach weiter shaken :) Nach knapp 3-4 Minuten wird die Sahne zu einer festen Masse, von der sich die Molke getrennt hat. Diese entweder weggießen oder aufheben, um Brot mit Molke zu backen. Anschließend noch bissl weiter schütteln, um die restliche Molke aus der Butter zu trennen. Denn je mehr Molke noch in der Masse ist, desto schneller kann die Butter kaputt gehen. Jetzt ist die Masse noch komplett weich, wer also Zimt oder Kräuter oder Schokolade hineinmischen möchte, sollte das jetzt tun und dann das offensichtliche: Kalt stellen.

*tadaaaaa*

Ich finde es sehr cool, wie schnell es geht und wie anders es schmeckt. Weit weniger salzig, cremiger, frischer. und genau die richtige Portion, die man als Single benötigt!

Viel Spaß beim mitshaken :)

DIY: Holunderblütensirup

Es begab sich, dass ein Sonntag im Juno des Jahres 2014 versprach, eine äußerst langweilige Veranstaltung zu werden. Die Stunden dröppelten dahin, dass man ihnen gemütlich zusehen konnte. Ein Tag, der nicht einmal versuchte, nach seinesgleichen zu suchen. Ein Wunsch kam in den Sinn, nach etwas süßen, etwas erfrischenden. Was gäbe ich gerade für eine Flasche von Mama’s Holunderblütensirup. So einfach, so köstlich, so vielseitig verwendbar. Mama ist nun allerdings relativ weit weg und die Sache mit dem beamen funktioniert noch nicht so recht. Scotty, wo bist du nur, wenn man dich braucht. Glücklicherweise gibt es dieses ominöse Interwebz, wo sich so manch kluger Mensch aufhält und seine Rezepte der Welt kund tut. Verschiedene Variationen angekuckt, Zutaten geprüft und ab ging die Luzi.

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– 1 Liter Wasser abgekocht, 0,5 Kilo Zucker darin aufgelöst und auskühlen lassen

– 25 Dolden vom nächsten Holunderbeerbusch geholt

– diese gesäubert [Käferchen!]

– alles zusammen in einen lichtdurchlässigen und verschließbaren Eimer gegeben

– 2 Zitronen in Scheiben geschnitten, diese über dem Eimer angedrückt und reingeworfen

Vier Tage am Fensterbrett ziehen lassen. Immer wieder mal checken, dass ja nichts schimmelt. Anschließend ein feines Baumwolltuch mit heißem Wasser überbrüht, damit sich die Masse im Eimer darin besser ausdrücken lässt. Das hilft, weil das Tuch dann bereits vollgesogen ist und nicht erst den Sirup in sich aufnehmen muss. Die Masse aus dem Eimer über einem Topf ausgepresst und noch einmal aufkochen lassen, zwecks der Reinheit. Irgendwas könnte man ja immer übersehen haben.

In mit kochendem Wasser ausgespülte Flaschen einfüllen, verschließen, abkühlen lassen, kalt stellen.

Dazu sollte ich vielleicht noch sagen, dass es normalerweise ein Kilo Zucker hätte sein sollen. Aber ganz ehrlich – wenn es richtig heiß ist, mag ich kein pures Zuckerwasser auf den Gaumen und kombiniert mit Sekt geht mir sonst der Sektgeschmack zu sehr unter.

Jedenfalls ein easy peasy-DIY für den Sommer, das ganz offensichtlich auch Stadtbewohner organisiert bekommen sollten ;)

Jetzt seid ihr gefragt: Was kann man denn mit dem Sirup noch alles anstellen – in einen Kastenkuchen mischen vielleicht?

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Das Resultat: Der Geschmack von Sommer in der Flasche.

Rezept: deftige Schillerlocken

Ich liebe Dachböden! Was gibt es Besseres, als sich an einem grauen Nachmittag mit dem Radio auf den Dachboden zu verkrümeln und die Kartons durchzugehen, die dort seit Jahren stehen. Es gibt einfach immer tolle Erinnerungen, die geweckt werden können und auch immer etwas, das unbedingt wieder gefunden werden möchte.

So ging es diesmal mit einer Runde metallener „Spitztüten“, die ich mit vielen Fragezeichen in meinem Gesicht meiner Mutter vor das ihrige gehalten habe. Sie kaufte ein „S“ und löste: Schillerlocken.

… und so zogen die Spitzhütchen in meinem Haushalt ein. Wenn man des Schillers Löckchen googlet, findet man sie hauptsächlich mit einer Erdbeer-Sahne Füllung, was mir persönlich im Sommer zusagt, aber noch nicht im Frühling. Was tun?, sprach Zeus.

Blätterteig Schillerlocken, metallene Spitzhüte, Metall Küchenaccessoire

Ich gebe zu, den Blätterteig habe ich gekauft, aber der normale Blätterteig vom Aldi ist auch ehrlich nicht schlecht. Selbigen schneidet ihr in Streifen, bestreicht ihn mit einem verquirlten Ei und rollt die Streifen mit der Ei-Seite nach außen auf die Spitzhüte, beginnend an der Spitze. Anschließend aufs Blech legen [stehend funktioniert nicht, extra getestet ;)] und gemäß Backanweisung des Blätterteigs backen. Vielleicht zwischendrin noch einmal mit verquirltem Ei bestreichen.

Derweil bereitet ihr eine Füllung zu, wie sie ganz nach eurem Sinne ist. Ich habe etwas Hackfleisch (ca 250g) mit Zwiebeln gebraten, jeweils eine halbe Zucchini & Möhrchen klein geschnitten und samt 3 TL Tomatenmark in den Topf gegeben. Mit Gewürzen frei Zuckerschnute bestäubt und noch etwas Crème Fraîche am Ende reingerührt. Die Füllung dann vorsichtig in die Löckchen stopfen und wer möchte, kann zum Abschluss eine hauchdünne Scheibe Käse über das Loch legen, um einen „sauberen“ Eindruck zu erwecken. Ich hatte Hunger und hab darauf verzichtet ;)

deftige Schillerlocken aus Blätterteig, Herzhafte Füllung Schillerlocken

Nun noch das Wichtigste: Lasst’s euch schmecken!

Die Woche des Kürbis!

Es ist Herbst und neben bunt verfärbten Blättern ist der Kürbis einer der absoluten Königssymbole für diese Jahreszeit. Erhältlich ist er meistens als Hokkaido [typische Kürbisoptik] oder Butternut [länglich & weiß/gelblich], vereinzelt am Markt oder in gut aufgestellten Supermärkten sicherlich noch in anderen Sorten verfügbar.

Ich hatte mir einen City-Single-Haushalt-großen Hokkaido besorgt & hatte damit zum 2. Mal in meinem Leben einen Kürbis in „meiner“ Küche. Warum erst das 2. Mal… wundert ihr euch vielleicht. Dazu gibt es eine kleine Kindheits-Hintergrundgeschichte :) „Damals“ [bald kann man das Wort wirklich verwenden, *schauder*] hatte meine Familie einen großen Garten zur Verfügung. In einer dessen Ecken pflanzte meine Mutter ein putziges Kürbispflänzchen, gar niedlich anzusehen. Wundersam zu betrachten auch im Wachstum, das bald ganz erhebliche Ausmaße erreichte… Endergebnis waren viele ’normal‘ große Kürbisse und einer davon äußerst erwähnenswert: 90 Pfund im Gewicht. Holla die Waldfee hätte nicht gewusst, wie sie ihn hätte verarbeiten sollen. Meine Mutter schon ;) Was darin resultierte, das unglaublich viel Kürbis in die Küche hinein kam, eingekocht wurde und in den Vorratskeller wanderte. Womit mein Bedarf an Kürbis auf viele Jahre gestillt war…

Zurück zur Gegenwart! Da war also dieser schnuckelige Hokkaido. 4-erlei wurde mit ihm angestellt:

1. Der Snack: Die Kerne natürlich rösten! Zuvor für einen halben Tag in Salzwasser einlegen und dann sanft rösten. Trocken aufbewahren, da sie sonst leicht lätschig werden.

Kürbiskerne Hokkaido selbst rösten

2. Das Frühstück: Kürbis-Zitronen-Marmelade! Cremiger Fruchtaufstrich mit erfrischendem Zitrus-Nachgeschmack. Das Rezept dazu findet ihr auf chefkoch.de. Wurde von meinem kulinarisch-interessierten Nachbarn bereits getestet und für gut befunden. Ich hoffe, das heißt was ;) Verklagt hat er mich immerhin bisher noch nicht. Beim Andünsten bitte darauf achten, dass der Kürbis sich nicht verfärbt/ anbrennt, da die Marmelade sonst keine gleichmäßige Farbe hat.

3. Die Vorspeise: Kürbiswürfel in Kartoffelkruste. Dazu für zehn bis zwölf Stücke etwa 2-3 große oder 3 -5 mittlere Kartoffeln schälen, fein reiben, stark ausdrücken, mit Gewürzen je nach Präferenz [Vorschlag: Salz, Muskat, Chili] und einem Ei vermengen und um den in Würfel geschnittenen Kürbis andrücken. In Butter ausbacken. Mein persönlicher neuer Favorit unter den Kürbis-Vorspeisen-Rezepten!

Rezept Kürbis Kartoffeln Hokkaido

4. Die Hauptspeise: ist genauso simpel wie Nummer 3, schmeckt aber ebenso gut! Eignet sich insbesondere bei Kürbis-„Resten“. [rohe] Kartoffeln und Kürbis im gewünschten Verhältnis grob reiben, ebenfalls mit einem Ei und Gewürzen, dazu Speck / Schinken & Schafskäse mischen und als großen Fladen in Butter braten. Yumm!

Was stellt ihr mit euren Kürbissen an?

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